Philosophische Schriften

Akademischer Werdegang
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Bücher  

  1. Computer Simulations and the Changing Face of Scientific Experimentation (Sammelband)

    book cover: Computer Simulations and the Changing Face of Scientific Experimentations (zusammen mit Juan Duran)
    In diesem Buch untersuchen Wissenschaftler, Historiker und Philosophen Computersimulationen in der wissenschaftlichen Praxis. Ein Hauptziel des Bandes besteht darin, eine multiperspektivische Sicht auf das Thema zu bieten. Daher enthält der Text philosophische Studien über Computersimulationen ebenso wie Fallstudien aus der Simulationspraxis und historische Studien zur Entwicklung von Simulationen als Forschungsmethode.
    Eckhart Arnold and Juan Duran (Hrsg.): Computer Simulations and the Changing Face of Scientific Experimentation, Cambridge Scholars Publishing Newcastle 2013.
  2. Explaining Altruism. A Simulation-Based Approach and its Limits

    book cover: Explaing Altruism Der Einsatz von Computersimulationen zur Untersuchung der Evolution von Altruismus ist spätestens seit Axelrods "Evolution der Kooperation" sehr populär. Aber haben die Unmengen von Simulationsstudien, die in Axelrods Spuren folgten, tatsächlich unser Wissen über die Evolution von Altruismus oder Kooperation erweitert? In diesem Buch wird im Detail untersucht, wie simulationsbasierte evolutionäre Erklärungen von Altruismus funktionieren. Es zeigt sich, dass die Art von "theoretischen Erklärungen", die aus Simulationsstudien abgeleitet werden können, oftmals recht beliebig und von geringem Nutzen für die empirische Forschung sind. Im Schlusskapitel des Buches wird daher ein Katalog von Mindestanforderungen für Computersimulationen vorgeschlagen und es werden Empfehlungen für das Forschungsdesign von Simulationsstudien gegeben.
    Veröffentlicht: ontos Verlag Heusenstamm 2008.
  3. Religiöses Bewusstsein und Politische Ordnung - Eine Kritik von Eric Voegelins Bewusstseinsphilosophie

    Image: Voegelin Buch Eric Voegelin glaubte, dass eine moralisch akzeptable und langfristig erfolgreiche (und das hieß für den Emigranten Voegelin vor allem: totalitarismusresistente) politische Ordnung nur auf Grundlage einer gesunden Religiosität der Bürger und insbesondere des politischen Führungspersonals errichtet werden kann. Was eine gesunde Religiosität ausmacht, versuchte Eric Voegelin sowohl geistesgeschichtlich als auch mit Hilfe einer Bewusstseinsphilosophie zu bestimmen. In diesem Buch unterziehe ich Voegelins Bewusstseinsphilsophie und seine politischen Ordnungsvorstellungen einer eingehenden Kritik.
    Veröffentlicht: GRIN Verlag München 2007.
  4. Hans Kelsen: A New Science of Politics? Hans Kelsens Reply to Eric Voegelin's "New Science of Politics" (herausgegebene Schrift)

    Image: Kelsen, Una nueva ciencia Image: Kelsen, A New Science of Politics Hans Kelsens eingehende Kritik von Eric Voegelins "Neuer Wissenschaft der Politik" ist - meiner Ansicht nach - der beste Voegelin-Kommentar, der bisher geschrieben worden ist.
    Englisch: Hans Kelsen: A New Science of Politics? Hans Kelsens Reply to Eric Voegelin's "New Science of Politics", hrsg. von Eckhart Arnold, ontos Verlag Heusenstamm 2004.
    Spanisch: Hans Kelsen: ¿Una nueva ciencia de la política? Réplica a Eric Voegelin, Editado por Eckhart Arnold, Traducio por Isolda Rodríguez Villega y Jaquín Etorena, katz Editores Buenos Aires 2006.

Aufsätze  

Digitale Geistes­wissen­schaften  

  1. Inhalt · Volltext · PDF
  2. Präsentationen zu Themen der Digitalen Geisteswissenschaften

    Einige Präsentationen zu verschiedenen Themen der Digitalen Geisteswissenschaften von Vorträgen oder Lehrveranstaltungen:
    • Domänenspezifische Notationen für die Digitalen Geisteswissenschaften
    • Zitierfähigkeit und Reputation von Online-Veröffentlichungen aus wissenschafttheoretischer Perspektive - Einige Betrachtungen zu den Vorzügen von Open-Access-Publikationen für die fallibilistische Wissenschaft
    • Was sind Digitale Geisteswissenschaften? - Einführungsveranstaltung zur Münchner Digital Humanities Summerschool 2015
    • Redaktionssysteme - Architekturen und aktuelle Trends bei Redaktionssystemen und Forschungsumgebungen in den Digitalen Geisteswissenschaften

Wissenschafts­theorie  

  1. How Models Fail. A Critical Look at the History of Computer Simulations of the Evolution of Cooperation.

    Inhalt · Volltext (englisch) · PDF
    Simulationsmodelle des wiederholten Gefangenendilemmas sind seid über 30 Jahren ein beliebter Ansatz zur Untersuchung der Evolution der Cooperation. Allerdings existieren praktisch keine erfolgreichen empirischen Anwendungsfälle irgendeines dieser Modelle. Gleichzeit ist dieser Mangel an empirischer Überprüfung und Bestätigung so gut wie komplett von der Modellierergemeinschaft ignoriert worden. In diesem Fachartikel untersuche ich einige der typischen Rahmennarrative und Standardargumente, mit denen diese Modelle von ihren Autoren trotz des Mangels an empirischer Bestätigung gerechtfertigt werden. Ich komme dabei zu dem Ergebnis, dass die meisten dieser Narrative alles andere als überzeugend ausfallen. Trotzdem scheinen sie eine wichtige Funktion dabei zu erfüllen, das Simulationsgeschäft trotz seiner empirischen Schwächen am Leben zu erhalten.
    Veröffentlicht: Catrin Misselhorn (Hrsg.): Collective Agency and Cooperation in Natural and Artificial Systems. Explanation, Implementation and Simulation, Springer 2015, 261-279.
  2. What’s wrong with social simulations?

    Inhalt · Volltext (englisch) · PDF
    Dieser Fachartikel versucht die Frage zu beantworten, weshalb der epistemische Wert so vieler sozialer Simulationen fragwürdig ist. Ich betrachte den epistemischen Wert einer sozialen Simulation als fragwürdig, falls sie weder direkt noch indirekt zum Verständnis der empirischen Realität beiträgt. Um diese Frage zu untersuchen, werden zwei klassische soziale Simulationen hinsichtlich ihrer möglichen epistemischen Rechtfertigung analysiert: Schelling's Nachbarschaftssegregationsmodell und Axelrod's Simulationen des wiederholten Gefangenendilemmas als Modell der Evolution von Kooperation. Es wird argumentiert, dass Schellings Simulation sinnvoll sein könnte, da sie auf die empirische Realität bezogen werden kann, während das bei Axelrod's Simulationen und denen seiner Nachfolger nicht möglich ist, weshalb ihr wissenschaftlicher Wert sehr zweifelhaft bleibt. Ich interpretiere diesen Befund im Zusammenhang mit den Hintergrundüberzeugungen von Modellierern hinsichtlich der vermeintlichen Überlegenheit des Modellierungsansatzes, so wie sie in Joshua Epstein's Keynote Vortrag “Why model?” ihren Ausdruck finden.
    Veröffentlicht: The Monist 3/2014, 361-379.
  3. Experiments and Simulations: Do They Fuse?

    In diesem Fachartikel widerlege ich einige philosophische Argumente von Winsberg, Parker und Morrison, denen zufolge die Unterscheidung zwischen Simulationen und Experimenten unklar ist. Statt dessen zeigt sich, dass zwischen Computersimulationen, analogen Simulationen (diese Kategorie bildet die Hauptquelle philosophischer Verwirrung) und Experimenten eine klare Unterscheidung getroffen werden kann. Hybride jedoch, die durch die digitale Nachbearbeitung empirischer Daten charakterisiert sind, werfen dennoch Probleme auf. Ich verteidige die Sichtweise, dass Hybride dann Experimente (oder empirische Messungen) sind, wenn die Ausgabedaten Ursachen der Quelldaten beschreiben, welche ihrerseits durch die Interaktion mit der Messaparatur zu Eingabedaten werden. Es handelt sich dann nämlich um das wohlbekannte Messen der Ursachen (Ausgabe der Messung) durch ihre Wirkung (Eingabe der Messung).
    Veröffentlicht: Eckhart Arnold and Juan Duran (Hrsg.): Computer Simulations and the Changing Face of Scientific Experimentation, Cambridge Scholars Publishing Newcastle 2013, 46-75.
  4. Simulation Models of the Evolution of Cooperation as Proofs of Logical Possibilities. How Useful Are They?

    Dieser Fachartikel erörtert an Hand von Axelrod's "Evolution der Kooperation" und der von ihm inspirierten Modellierungstradition kritisch, was Simulationsmodelle der Evolution demonstrieren können. So gut wie keines der Simulationsmodelle in dieser Tradition erwies sich als empirisch anwendbar. Axelrod's Vorbild legte ein Forschungsdesign nahe, das es scheinbar erlaubte, allgemeine Schlussfolgerungen aus Simulationsmodellen auch dann zu ziehen, wenn die Mechanismen, auf denen die Simulation beruht, nicht empirisch bestimmt werden können. Aber dieses Forschungsdesign is hoffnungslos verfehlt. Bestenfalls können derartige Simulationen "Logische Möglichkeiten" beweisen, d.h. sie zeigen, dass bestimmte Phänomene unter den im Modell getroffenen Annahmen möglich sind. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass sie auch unter realistischen Bedingungen möglich sind. Ich schlage einige Bedingungen vor, unter denen der Beweis logischer Möglichkeiten dennoch wissenschaftlich von Interesse sein könnte. Leider erfüllen Simulationen im Axelrod-Stil diese Bedingungen so gut wie nie. Es wäre besser, auf diese Art von Simulationen überhaupt zu verzichten.
    Veröffentlicht: Ethics & Politics XV/2013, 101-138.
  5. When can a Computer Simulation act as Substitute for an Experiment?

    Inhalt · Volltext (englisch) · PDF
    (zusammen mit Johannes Kästner.)
    In diesem Artikel untersuchen wir mit einer Fallstudie aus der Chemie unter welchen Bedingungen eine Simulation als ein Ersatz für ein Experiment dienen kann. Die Fallstudie bezieht sich auf eine Simulation der Wasserstoffanreicherung im Weltall. Wir kommen zu dem Ergebnis, dass in diesem Fall die Simulation als Ersatz eines Experiments dienen kann, weil bereits ein umfassendes theoretisches Hintergrundwissen in Form der Quantenmechanik über die Bereich, zu dem die untersuchten Phänomene gehören, vorhanden ist, und weil jede weitere Modellierungsannahme gerechtfertigt werden kann. Wenn diese Bedingungen gegeben sind, dann kann eine direkte empirische Validierung sogar als verzichtbar angesehen werden. Wir vermuten, dass dies ohne ein umfassendes Hintergrundwissen nich möglich ist.
    Preprint, Stuttgart 2012.
  6. Tools for Evaluating the Consequences of Prior Knowledge, but no Experiments. On the Role of Computer Simulations in Science

    Inhalt · Volltext (englisch) · PDF
    Von vielen Philosophen werden Computersimulationen entweder als Experimenten nahe verwandt oder als ein 'dritter Weg' irgendwo zwischen Theorie und Experiment angesehen. In diesem Artikel verteidige ich die Auffassung, dass Computersimulationen keine Experimente sind, sondern Werkzeuge um die Konsequenzen aus Theorien und vorher festgesetzten Annahmen zu ziehen. Dazu werden die (behaupteten) Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Simulationen und Experimenten untersucht. Es stellt sich heraus, dass es drei fundamentale Unterschiede zwischen Simulationen und Experimenten gibt: 1) Nur Experimente können neue empirische Daten generieren. 2) Nur Experimente können unmittelbar auf dem Zielsystem arbeiten. 3) Experimente allein können für die Überprüfung von fundamentalen Hypothesen eingesetzt werden. Als Folge davon erfreuen sich Experimente einer eigenständigen epistemischen Rolle in der Wissenschaft, in der sie nicht vollständig durch Computersimulationen abgelöst werden können.
    Preprint, Stuttgart 2011.
  7. Can the Best-Alternative-Justification solve Hume's Problem? (On the Limits of a Promising Approach)

    Inhalt · Volltext (englisch) · PDF
    Hierbei handelt es sich um einen Kommentar zu einem von Gerhard Schurz in der Philosophy of Science (2008, p. 278-305) veröffentlichten Artikel, in welchem er "meta-induktivistische" Vorhersage-Strategien als einen neuen Ansatz für das "Hume'sche Problem" vorschlägt. In meinem Kommentar untersuche ich die Möglichkeiten dieses Ansatzes. Trotz einiger interessanter und nicht-trivialer Resultate liefern die Meta-Induktivisten bisher noch keine vollständige Lösung für das Hume'sche Problem. Zugleich kann bewiesen werden, dass der meta-induktivistische Ansatz nicht mehr funktioniert, wenn die Meta-Induktivisten einer unendlichen Anzahl von alternativen Vorhersage-Strategien gegenüber stehen. Angesichts dieser Beschränkung erscheint es zweifelhaft, ob der meta-induktivistische Ansatz jemals so weit voran getrieben werden kann, dass damit eine Lösung des Hume'schen Problems denkbar wird.
    Veröffentlicht: Philosophy of Science 4/2010, 584-593.
  8. Tools or Toys? On Specific Challenges for Modeling and the Epistemology of Models and Computer Simulations in the Social Sciences

    Der Einsatz von Computersimulationen begegnet in den Sozialwissenschaft im Vergleich zu den Naturwissenschaften spezifischen Herausforderungen wie etwa der Abwesenheit wohlbestätigter Hintergrundtheorien, des Pluralismus von Paradigmen und Stilformen, der Unmöglichkeit genauer Messungen. Diese Herausforderungen werden diskutiert und ihrer erkenntnistheoretischen Konsequenzen herausgestellt. Die wichtigsten davon sind, dass größeres Gewicht auf die empirische Validierung als auf die theoretische Validierung zu legen ist, und dass die Relevanz rein theoretischer Simulationen stark eingeschränkt bleibt.
    vorgetragen auf der Models and Simulations 4 Conference in Toronto, May 2010.
  9. Neuheit in evolutionären Algorithmen

    Dieser Beitrag liefert eine kurze Einleitung in die Arbeitsweise evolutionärer Algorithmen und erörtert, in wie weit man von evolutionären Algorithmen sagen kann, dass sie echte "Neuheit" hervorbringen können. Die Grenzen evolutionärer Algorithmen, die durch das "No Free Lunch"-Theorem gezogen sind, werden ebenfalls berührt, und es werden einige mögliche Schlussfolgerungen bezüglich philosophischer Anwendungsgebiete wie etwa dem Induktionsproblem gezogen.
    Veröffentlicht: Birger P. Priddat and Peter Seele (Hrsg.): Das Neue in Ökonomie und Management. Grundlagen, Methoden, Beispiele, Gabler Verlag Wiesbaden 2008, 49-66.
  10. The Dark Side of the Force. When Computer Simulations lead us astry and "model think" narrows our imagination

    Dieser Aufsatz ist eine kritische Untersuchung der Frage, wann der Einsatz von Computersimulationen für wissenschaftliche Erklärungen nützlich ist. Dieses Ziel wird in zwei Schritten verfolgt. Zunächst versuche ich klare Kriterien aufzustellen, die eine Computersimulation erfüllen muss, um Erklärungscharakter beanspruchen zu können. Im zweiten Schritt untersuche ich einige Simulationen vom Axelrodtyp, wie Schüßlers "Kooperation auf anonymen Märkten" und Skyrms "Evolution des Gesellschaftsvertrags", die diese Kriterien nicht erfüllen, und zeige wie dies zum Scheitern führt, und dass konventionelle Erklärungsalternativen in diesen Fällen dem simulationsgestützten Ansatz immer noch weit überlegen sind.
    vorgetragen auf der Models and Simulations 1 Conference in Paris 2006.
  11. Kann die evolutionäre Spieltheorie die Entstehung von Kooperation erklären? (Studie über die schwächen eines formalen Ansatzes)

    Inhalt · Präsentation · PDF · Volltext · PDF
    Computermodelle sind in den letzten 20 bis 30 Jahren vielfach eingesetzt worden, um solche Phänomene wie Koperation und reziproken Altruismus zu erklären. Der wissenschaftliche Wert dieser Modelle bleibt allerdings umstritten. In diesem Aufsatz versuche ich anhand einiger prominenter Fallbeispiele zu zeigen, dass diese Modelle oft in der Tat empirisch unpräzise und theoretisch oberflächlich sind. Weiterhin versuche ich die Fragen zu beantworten, warum derartige Modelle häufig scheitern und welche Kriterien ein Modell erfüllen muss, um überhaupt von irgendeinem explanatorischen Wert zu sein.
    Düsseldorf 2005.
  12. Der Einsatz evolutionärer Computermodelle bei der Untersuchung historischer und politischer Fragestellungen

    Inhalt · Volltext · PDF
    Dieser Aufsatz enthält einige Überlegungen zu der Frage, inwiefern sich evolutionstheoretische Modelle auf die Sozialwissenschaften übertragen lassen. Untersucht wird vor allem Axelrods Theorie der "Evolution der Kooperation". Daneben werden aber auch beispielhaft einige Themen und Ansätze vorgestellt, bei denen sich evolutionäre Erklärungen als besonders fruchtbar erweisen könnten.
    Erfurt 2002.

Politische Philosophie  

  1. Nachhaltigkeit und interdisziplinärer Diskurs am Beispiel des Klimawandels

    Inhalt · Volltext (PDF)
    Einer jüngeren kulturwissenschaftlichen Kritik zufolge, leidet die gegenwärtige Klimawissenschaft und -politik an der fehlgeleiteten Vorstellung, dass naturwissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar in politisches Handeln umgesetzt werden sollten. Da diese Erwartung notwendigerweise enttäuscht werden muss, besteht - dieser Kritik zufolge - die Gefahr, dass diese Enttäuschung in eine generelle Demokratieskepsis umschlägt. In diesem Beitrag untersuche ich die Fragen, ob diese Sorge berechtigt ist und ob eine stärkere interdisziplinäre Einbeziehung der Kulturwissenschaft in die Klimawissenschaft diese Gefahr abmildern könnte. Während die Antwort auf die erste Frage überwiegend negativ ausfällt, gibt es immer noch andere gute Gründe für eine größere Beteiligung der Kulturwissenschaften an der Klimawissenschaft und -politik.
    Veröffentlicht: Elke Schwinger and Carmen Schier (Hrsg.): Interdisziplinarität und Transdisziplinarität als Herausforderung akademischer Bildung. Innovative Konzepte für die Lehre and Hochschulen und Universitäten, transcript Verlag Bielefeld 2014, 153-166.
  2. Bedarf die politische Ordnung einer spirituellen Grundlage? Kelsens Kritik an Voeglins autoritärer politischer Theologie

    Inhalt · Volltext (PDF)
    Der Aufsatz untersucht die Voegelin-Kritik in Kelsens "Secular Religion". Zwar geht Kelsen von der falschen Prämisse aus, dass säkulare Weltanschauungen keinen religiösen Charakter haben können. Seine Kritk an Voegelin bleibt von dieser Schwäche allerdings weitgehend unberührt. Zurecht und mit überzeugenden Argumenten greift Kelsen (1) Voegelins Deutung der Neuzeit als ein gnostisches Zeitalter, (2) Voegelins Umdeutung aufklärerischer und säkularer Philosophen als verkappter Gnostiker und (3) Voegelins Ablehnung moderner Politik und, mit Einschränkungen, auch moderner Wissenschaft an.
    Veröffentlicht: Clemens Jabloner and Thomas Olechowski and Klaus Zeleny (Hrsg.): Secular Religion. Rezeption und Kritik von Hans Kelsens Auseinandersetzung mit Religion und Wissenschaft, Manzsche Verlags- und Universitätsbuchhandlung Wien 2013, 19-42.
  3. Der fließende Übergang vom Autoritarismus zur Politischen Theologie: Der Fall Eric Voegelins

    Inhalt · Präsentation · PDF · Volltext (englisch) · PDF
    Dieser Aufsatz verfolgt Eric Voegelins geistige Entwicklung bis in dessen formative Jahre zurück. Entgegen dem Mythos, dass Voegelin ein Antifaschist der ersten Stunde war, war Voegelin tatsächlich stark beeinflusst vom antidemokratischen Denken der 20er und 30er Jahre des 20. Jahrhunderts. Er stellte sich auf die Seite des autoritären Staates in Österreich und gegen den Liberalismus, und er fing erst ab etwa 1937 an, die Nazis als ernsthafte Gefahr zu betrachten. Mehr noch, selbst in der Emigration behielt er die meisten seiner tief autoritären politischen Überzeugungen bei. Es scheint, dass seine Politische Theologie für ihn das Mittel war seine autoritären Überzeugungen beizubehalten und gleichzeitig die politische Ordnung der USA zu unterstützten. Folglich wird die gleiche generelle Schlussfolgerung bezüglich der Politischen Theologie im Allgemeinen, die sich sehr leicht im Falle Carl Schmitts ziehen lässt, auch durch das Beispiel Eric Voegelins unterstützt, nämlich, dass sich Politische Theologie und Liberale Demokratie schlecht verbinden lassen.
    Stuttgart 2012.
  4. Eric Voegelin (als Schüler Hans Kelsens)

    Inhalt · Volltext · PDF
    In den frühen 1920er Jahren studierte Eric Voegelin bei Hans Kelsen. Auch wenn er sich zu keiner Zeit der Theorie seines Lehrers anschloss, schrieb Voegelin in den zwanziger und frühen dreißiger Jahren eine ganze Reihe von intelligenten und im Ganzen wohlwollenden Aufsätzen über die "Reine Rechtslehre". Mit der Zunahme des Faschismus in Europa driftete jedoch auch Eric Voegelin ins rechte Lager ab, was ihn in scharfen Gegensatz zu der liberalen politischen Philosophie seines früheren Lehrers brachte. Dieser Beitrag zeichnet Voegelins sich wandelnde intellektuelle Beziehung zu Hans Kelsen nach und untersucht Voegelins Kritik von Kelsens "Reiner Rechtslehre".
    Veröffentlicht: Robert Walter and Clemens Jabloner and Klaus Zeleny (Hrsg.): Der Kreis um Hans Kelsen. Die Anfangsjahre der Reinen Rechtslehre, Manzsche Verlags- und Universitätsbuchhandlung Wien 2007, 513-552.
  5. Eine unvollendete Aufgabe: Die politische Philosophie von Kants Friedensschrift

    Inhalt · Präsentation · PDF · Volltext · PDF
    In diesem Vortrag wird Kants Friedensschrift als eine realistische Utopie gedeutet. Eine Utopie ist Kants Friedensschrift auch heute noch in dem Sinne, dass der darin beschriebene dauerhafte Weltfrieden vom gegenwärtigen Zustand der Weltpolitik noch denkbar weit entfernt ist. Aber Kant versucht auch zu zeigen, dass dieser Zustand unter realistischen Bedingungen möglich ist. Der Vortrag widmet sich daher der Frage, ob Kants grundlegende Voraussetzungen - wie z.B. die Annahme, dass Demokratien im Allgemeinen nicht aggressiv sind - im Lichte der politischen Erfahrungen der zwei Jahrhunderte, die seit der Veröffentlichung der Friedensschrift verstrichen sind, immer noch als zutreffend angesehen werden können, und wie der Verwirklichung von Kants Utopie in der heutigen Situation am besten zugearbeitet werden kann.
    Veröffentlicht: Nebil Reyhani (Hrsg.): Immanuel Kant. Essays Presented at the Muğla University International Kant Symposium, Vadi Yayınları 2006, 496-512.
  6. Aufklärungskritik als metaphysische Denunziation. Über den Begriff der Aufklärung bei Horkeimer und Adorno

    Inhalt · Präsentation · PDF · Volltext · PDF · Thesenpapier
    In der "Dialektik der Aufklärung" (1947) versuchen Theodor W. Adorno und Max Horkheimer zu ergründen, "warum die Menschheit anstatt in einen wahrhaft menschlichen Zustand einzutreten, in eine neue Art von Barbarei versinkt." Ihrer Ansicht nach ist dies eine Folge des Aufklärungsprozesses, denn "Aufklärung ist totalitär" (wenn sie nicht dialektisch gedacht wird) und "schlägt in Mythologie zurück". In dieser Arbeit wird gezeigt, dass die moderne Barbarei, d.i. der Totalitarismus keinesfalls eine Folge eines undialektischen Aufklärungsprozesses ist, und dass Adorno und Horkheimer in ihrem 200-seitigen Buch auch kein einziges stichhaltiges Argument dafür anführen können. Als Gesellschaftskritik kann man das Werk daher nicht ernst nehmen, eher schon als Ausdruck eines metaphysischen Pessimismus.
    Aufsatz: Düsseldorf 2005; Präsentation: Stuttgart 2010.
  7. Hans Kelsens Replik auf Eric Voegelins "Neue Wissenschaft der Politik" - Ein Beitrag zur Diskussion über Politische Theologie

    Inhalt · Volltext · PDF
    Hans Kelsen hat bereits unmittelbar nach dem Erscheinen von Voegelins "Neuer Wissenschaft der Politik" eine ausführliche kritische Replik auf dieses Werk verfasst, die er damals unveröffentlicht gelassen hat, so dass sie erst fünfzig Jahre später erschienen ist. In diesem Vortrag stelle ich den Thesen Voegelins die Kritik von Hans Kelsen gegenüber und untersuche die Frage, welche Konsequenzen aus der Kritik Kelsens für die Beurteilung einer Politischen Theologie Voegelinscher Couleur gezogen werden sollten.
    Düsseldorf 2004.
  8. Hauptvertreter des Föderalismusgedankens in der Neuzeit

    Inhalt · Volltext · PDF
    In dieser Seminararbeit werden einige (willkürlich ausgewählte) Vertreter des Förderalismusgedankens in der Neuzeit betrachtet, unter anderem Althusius, Immanuel Kant und der eher fragwürdige Constantin Frantz.
    Bonn 1997.

Ethik  

  1. Wissenschaft ohne Wahrheit und Erkenntnis. Das Problem epistemischer Verantwortung am Beispiel empirieferner Computersimulationen

    Inhalt · Volltext (PDF)
    Unter “Epistemischer Verantwortung” wird in diesem Artikel verstanden, dass Wissenschaftler_innen dafür verantwortlich sind, dass ihre Forschung geeignet ist zur Erkenntnis der Welt oder eines Ausschnittes der Welt beizutragen. Wie am Beispiel sozialwissenschaftlicher Computersimulationen dargelegt wird, ist dies keineswegs so selbstverständlich, wie man meinen möchte. Vielmehr gibt es ganze Forschungstraditionen, innerhalb derer ein Großteil der Beiträge frei von irgendeinem greifbaren Erkenntniszweck ist. Der Aufsatz fragt nach den Ursachen des Phänomens und plädiert dafür, die epistemische Verantwortung als wissenschaftlichen Wert ernst zu nehmen und Wissenschaft so zu organisieren, dass es der einzelnen Wissenschaftlerin möglich ist, die epistemische Verantwortung für ihre Forschungsaufgaben zu übernehmen.
    Veröffentlicht: Rafaela Hillerbrand and Florian Steger (Hrsg.): Praxisfelder angewandter Ethik. Ethische Orientierung in Medizin, Politik, Technik und Wirtschaft, mentis Verlag Münster 2013, 309-331.
  2. Moral Judgments of Foreign Cultures and Bygone Epochs. A Two-Tier Approach

    In diesem Aufsatz wird das ethische Problem erörtert, wie moralische Urteile über fremde Kulturen und vergangene Epochen gerechtfertigt werden können. Nach Ausschluss der Extreme des moralischen Absolutismus (uneingeschränkte Beurteilung nach den Maßstäben der eigenen Moral) und des moralischen Relativismus (Beurteilung ausschließlich nach den Maßstäben der beurteilten Kultur oder Epoche) wird die folgende Lösung angestrebt: Es muss eine Unterscheidung getroffen werden zwischen der Beurteilung der Normen und der Institutionen, die an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit in Kraft sind, und der Beurteilung der Menschen, die innerhalb der gesellschaftlichen Institutionen ihrer Zeit und Kultur handeln. Während die ersteren rigoros beurteilt werden dürfen, nur mit der Einschränkungen, die sich aus den objektiven Möglichkeiten für andere Institutionen in einem bestimmten Entwicklungsstadium ergeben, sollten die letzteren stets vor dem Hintergrund der "common sense"-Moral der jeweiligen Zeit und Kultur beurteilt werden.
    Veröffentlicht: Christian Kanzian and Edmund Runggaldier (Hrsg.): Cultures. Conflict - Analysis - Dialogue. Proceedings of the 29. International Wittgenstein Symposium, Kirchberg am Wechsel, Austria 2006, ontos Verlag 2006, 343-352.
  3. Die Humanismuskritik Arnold Gehlens in seinem Spätwerk "Moral und Hypermoral"

    Inhalt · Volltext · PDF
    Bekannt ist Arnold Gehlen vor allem als ein bedeutender Wegbereiter der philosophischen Anthropologie im 20. Jahrhundert. Ebenfalls bekannt ist, dass Arnold Gehlen im Dritten Reich ein Anhänger der Nazis war. Eine entschieden autoritäre Grundeinstellung hat er auch später noch beibehalten. Dies wird besonders deutlich in Gehlens letztem größeren Werk "Moral und Hypermoral", mit dem er auf die gesellschaftlichen Entwicklungen in der Bundesrepublik Ende der 60er Jahre reagiert. Einer angeblich durch eine Überdehnung des Familienethos verweichlichten politischen Moral setzt Gehlen dabei die "Staatstugenden" der Ehre, Vaterlandsliebe und einer das, was man landläufig "Realpolitik" nennt, durchaus noch überbietenden außenpolitischen Rücksichtslosigkeit entgegen. In diesem Aufsatz versuche ich Gehlens moralphilosophische Argumentation nachzuvollziehen und ihre logischen Schwächen aufzuzeigen. Dabei stelle ich Gehlens "pluralistischer Ethik" eine "hierarchische Ethik" entgegen, die zwischen Primär- und Sekundärtugenden unterscheidet und die ersteren den letzteren überordnet.
    Bonn 1998.

Lehrmaterialien  

  1. Einführung in Python

    Inhalt · Volltext · Jupyter Notizbuch
    Eine Kurzeinführung in die Programmiersprache Python für Leute ohne Vorkenntnise. Anlass war ein Kurs in einer Spring-School zu Gehirnsimulationen zusammen mit Ralf Häfner und Philipp Behrend im Frühjahr 2016.
  2. Kennzeichnung und Einbettung von Lizenzinformationen

    Inhalt · Volltext
    Material zum Begleit-Workshop "Einbettung und Kenntlichmachung von Lizenzinformationen in elektronischen Dokumente" am Rande der Tagung "Offene Lizenzen in den Digitalen Geisteswissenschaften" in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, April 2015. Es werden die unterschiedlichen Arten von Creative Commons Licenzen beschrieben und erklärt, wie man sie in in html, pdf und andere Dateiformate einbetten kann, die xmp-Metadaten unterstüzen.
  3. Vorlesung: Grundlagen des Entscheidens I

    Inhalt · Skript · PDF · Veraltete Fassung
    Diese Vorlesung zur Einführung in die formale Entscheidungstheorie habe ich in den Sommersemstern 2008 und 2009 im "Philosophy & Economics"-Studiengang an der Universität Bayreuth gehalten. Sie folgt zum großen Teil dem Buch von Michael D. Resnik: Choices. An Introduction to Decision Theory, 5th ed. Minneapolis London 2000. Folgende Themen werden behandelt:
    • Entscheidungen unter Unwissen und Risiko
    • Wahrscheinlichkeitsrechnung (Kolmogoroff-Axiome, Bayes'scher Lehrsatz)
    • Philosophische Deutungen der Wahrscheinlichkeit (R. v. Mises, Ramsey-De Finetti)
    • Neuman-Morgensternsche Nutzentheorie
    • Einführende Spieltheorie
    • Sozialwahltheorie (Sens "Paradox des Liberalismus", Satz von Arrow)
    Vorlesungsskript, Bayreuth 2009.

Rezensionen und Kommentare  

  1. Rezension von Martin Ingenfelds „Fortschritt und Verall“  · Volltext (PDF)
  2. Reputation und Open Access  · Volltext (PDF)
  3. Das Problem der digitalen Amnesie und seine Lösung  · Volltext (PDF)
  4. Die Fallstricke einer intentionalistischen Engführung der Geschichtsdeutung  · Volltext · PDF
  5. Potential und Grenzen einer evolutionären Ethik  · Volltext (PDF)
  6. Mehr als nur Analogien? Zur Beziehung von biologischer und kultureller Evolution  · Volltext · PDF
Raffael, Die Schule von Athen
Raffael, Die Schule von Athen - Quelle: wikipedia